Skip to main content

Kostenloser Herz-Check beim Haspa Marathon Hamburg 2026: Jetzt Termin sichern

Kostenloser Herz-Check auf der Marathon-Expo 2025

Wer sich auf einen Marathon vorbereitet, denkt meist an Trainingspläne, Ernährung und Regeneration. Ein entscheidender Faktor wird jedoch oft unterschätzt: die Gesundheit des Herzens. Gerade bei einer extremen Ausdauerbelastung wie einem Marathon arbeitet das Herz über Stunden hinweg auf Hochtouren und sollte entsprechend vorbereitet sein.

Beim Haspa Marathon Hamburg 2026 haben Teilnehmer:innen erneut die Möglichkeit, ihr Herz kostenlos überprüfen zu lassen. Auf der Marathon-Expo bietet Cardisio vom 24. bis 25. April an Stand 83 kostenfreie Herz-Checks mittels Cardisiographie an.

Das Besondere: Die Ergebnisse werden direkt im Anschluss mit einer Kardiologin oder einem Kardiologen besprochen. So erhalten Läufer:innen ohne Wartezeit oder Überweisung eine unmittelbare Einschätzung ihres Herz-Kreislauf-Status.

Eine Teilnahme ist ausschließlich mit vorheriger Terminbuchung möglich. Die Anmeldung startet am 17.04. um 19 Uhr. Da die Plätze begrenzt sind und erfahrungsgemäß schnell vergeben werden, lohnt es sich, frühzeitig zu buchen.

>>Hier anmelden

Warum eine Herzuntersuchung vor dem Marathon so wichtig ist

Ein Marathon ist für den gesamten Kreislauf ein Ausnahmezustand. Der Puls steigt, das Herz schlägt schneller und muss deutlich mehr Blut durch den Körper pumpen als im Alltag. Etwa ab der zweiten Hälfte der Strecke erreicht das Herz dabei seine maximale Belastung. Wer dann – oft ohne es zu wissen – unter einer unerkannten Herzschwäche oder anderen kardiologischen Problemen leidet, bringt sich in Gefahr. Die Folge können Herzrhythmusstörungen oder im schlimmsten Fall sogar ein Herzstillstand sein.

Das Tückische daran: Viele Herzerkrankungen machen sich über lange Zeit gar nicht bemerkbar. „Herzerkrankungen spürt man meist erst, wenn sie weit fortgeschritten sind“, sagt PD Dr. med. Henning Steen, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie aus Hamburg. „Zur guten Vorbereitung zählen neben dem richtigen Training, der richtigen Ernährung und ausreichend Schlaf auch ein internistisch-kardiologischer Check. Dabei lassen sich eventuelle Probleme erkennen, damit bei der Extrembelastung eines Marathons nichts passiert.“

Praxisdaten unterstreichen die Bedeutung der Vorsorge. Rund 30 % der Untersuchungen sind auffällig, etwa 11 % erfordern eine zeitnahe Abklärung. Viele dieser Erkrankungen sind gut behandelbar, sofern sie frühzeitig erkannt werden.

Was ist eine Cardisiographie?

Die Cardisiographie ist ein innovatives, nicht-invasives Verfahren zur Früherkennung von Herzkrankheiten – vergleichbar mit einem EKG, aber deutlich präziser. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten. Über fünf Elektroden, die auf dem Oberkörper angebracht werden, misst das Gerät elektrische Signale des Herzens und erfasst dabei mehr als 3,2 Millionen Datenpunkte. Eine speziell entwickelte künstliche Intelligenz wertet diese Informationen aus und erstellt eine dreidimensionale Darstellung der Herzaktivität.

„Die dreidimensionale Ansicht der elektrischen Aktivität des Herzens ermöglicht einen Lupeneffekt“, erklärt Dr. Steen. „Kardiologische Auffälligkeiten lassen sich damit viel früher erkennen – Jahre bevor sich Symptome zeigen würden. Patienten mit auffälligem Befund können wir dadurch zügig einer weiteren Diagnostik zuführen und zielgerichtet behandeln.“

Tatsächlich liegt die diagnostische Treffsicherheit der Cardisiographie bei rund 90 Prozent – deutlich höher als bei einem herkömmlichen Ruhe- oder Belastungs-EKG, dessen Aussagekraft bei beschwerdefreien Personen oft nur bei etwa 50 Prozent liegt.

Wer unabhängig vom Marathon eine Untersuchung durchführen lassen möchte, findet hier Ärzt:innen und Praxen, die eine Cardisiographie anbieten: Ärzte & Praxen für die Herzinfarkt-Vorsorge | Cardisiographie.

Weitere Tipps zur Herzgesundheit

Ein gesunder Lebensstil ist die beste Grundlage für ein starkes Herz – nicht nur im Marathon, sondern im Alltag. Wer regelmäßig trainiert, auf seinen Körper hört und auf Warnsignale achtet, tut bereits viel für sein Herz-Kreislauf-System. Doch gerade in der intensiven Vorbereitungszeit auf einen Wettkampf lohnt es sich, noch genauer hinzuschauen.

Das passiert im Körper bei einem Marathon:
Während des Laufs steigt die Belastung für das Herz kontinuierlich an. Die Herzfrequenz beschleunigt sich, die Körpertemperatur erhöht sich auf bis zu 39 Grad, der Laktatwert steigt und der Körper verliert mehrere Liter Flüssigkeit. Gegen Ende des Marathons erreicht das Herz seine Maximalleistung – für ein vorgeschädigtes Herz kann das gefährlich werden. Deshalb ist es entscheidend, Risiken frühzeitig zu erkennen.

Ein oft unterschätzter Risikofaktor: Sport nach einem Infekt.
Viele Läufer:innen wollen nach einem Infekt schnell wieder trainieren oder einen Wettkampf bestreiten. Doch Vorsicht: Bei einer zu kurzen Sportpause können sich Krankheitserreger im Herzmuskel einnisten, zu einer Herzmuskelentzündung und im schlimmsten Fall zum Herzstillstand führen. Eine Herzmuskelentzündung kann bereits bei banalen Infekten als Begleiterkrankung auftreten, ohne dass im Ruhezustand Herzbeschwerden gespürt werden. Die klare Empfehlung von Dr. Steen lautet daher: Kein Sport bei Fieber, Gliederschmerzen oder erhöhtem Ruhepuls – und auch nach dem Infekt erst dann wieder einsteigen, wenn man sich wirklich wieder belastbar fühlt. Im Anschluss gilt: Starten Sie langsam und steigern Sie die Belastung nur schrittweise auf Ihr gewohntes Level. Im Zweifel gilt: lieber einmal mehr ärztlich absichern.

Herzgesundheit: Was kann ich selbst tun?

  • Regelmäßige sportmedizinische Checks: Vor allem bei intensiven sportlichen Zielen wie einem Marathon ist eine kardiologische Untersuchung sinnvoll – besonders, wenn man über 35 ist oder längere Zeit pausiert hat.

  • Auf die Herzfrequenz achten: Ein Training mit Pulskontrolle hilft, die individuelle Belastungsgrenze besser kennenzulernen und Überlastung zu vermeiden.

  • Gesunde Ernährung: Viel frisches Gemüse, gesunde Fette (z. B. aus Nüssen, Olivenöl, Fisch) und wenig verarbeitete Lebensmittel – das schützt nicht nur Gefäße, sondern auch das Herz.

  • Ausreichend Schlaf & Stressreduktion: Das Herz braucht Regeneration – genauso wie die Muskeln.

  • Auszeiten ernst nehmen: Kein schlechtes Gewissen bei Trainingspausen – Regeneration ist Teil des Trainings!

  • Warnsignale ernst nehmen: Ungewohntes Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Engegefühl in der Brust oder ständige Erschöpfung sollten immer ärztlich abgeklärt werden.